sychische Überlastung Überlastung sreaktionen im psychischen Bereich
1.
Einleitung 1. Psychische Überlastung: Einleitung Überforderungsreaktionen stellen eine gesunde Reaktion der Psyche auf eine anhaltende Überlastung dar. Diese psychische Überlastung muss den Betroffenen subjektiv über längere Zeit nicht als ein Stress erschienen sein, sondern kann als eine positive Herausforderung erlebt worden sein. Es betrifft häufig gerade sehr engagierte Menschen. Aus diesem Grunde wird die Belastung nicht rechtzeitig in ihrem überlastenden Ausmaß wahrgenommen und folglich unverändert fortgesetzt. Erst durch das Auftreten von psychische n Überlastung sreaktionen entsteht für die Betroffenen eine entsprechende Wahrnehmung. Natürlich reagiert auch der Organismus mit körperlich-vegetativen Überlastung sreaktionen, diese werden in einem gesonderten Artikel dargestellt (siehe Überlastung sreaktionen im körperlichen Bereich). 2. Psychische Überlastung: Auslösesituationen Die Voraussetzung für das Auftreten von psychische n Überlastung sreaktionen ist also eine über längere Zeit anhaltende Dauerbelastung, die aus äußeren oder inneren Beweggründen nicht verändert wurde. Subjektiv wurden Vorboten von psychische n Überlastung sreaktionen negiert und mit Rationalisierungen beiseite getan. Durch die Überlastungsreaktion versucht die Psyche die Betroffenen vor einer längerdauernden Stressüberlastung zu schützen. Anhaltender Stress kann auf die Entwicklung vieler seelischer Funktionsstörungen einen zentralen Einfluss ausüben. 3. Psychische Überlastung: Eu-Stress/Dys-Stress Stress stellt entwicklungsgeschichtlich eine Reaktionsbereitschaft auf eine vitale Bedrohung dar, die auf Kampf oder Flucht vorbereiten sollte. Wenn diese Reaktionen nicht ausgeführt werden können, kann dies zur Entwicklung von psychischen Anpassungsstörungen führen, die bei anhaltendem Stress zu einer psychische n Überlastung sreaktion beiträgt. Ein Leben ohne Aufgaben, die uns befriedigen, erscheint nicht wünschenswert. Auch derartige Aufgaben könnten bei sehr enger Auslegung als Stress definiert werden. Deshalb unterscheidet die Psychologie zwischen Eu-Stress und Dys-Stress. Eu-Stress erleben wir alle bei unseren täglichen Aufgaben, er fördert unsere Wachheit, Konzentration und Leistungsbereitschaft. Dys-Stress stellt eine Überforderung unseres Leistungssystems über die individuellen Leistungsgrenzen hinaus dar und führt bei längerer Dauer zu negativen körperlichen und psychischen Auswirkungen. Wenn wir im Zusammenhang mit unserem Thema bei den psychische n Überlastung sreaktionen von Stress sprechen, ist in der Regel der schädliche Dys-Stress gemeint, also eine Belastung, der die Betroffenen länger ausgesetzt sind, die aber nicht in einer befriedigenden Erfüllung endet. Ohne die oben beschriebene reale Bedrohungssituation, die die Grundlage für die physiologische Bereitstellungsreaktion darstellte, wird unser Nervensystem auch bei Dys-Stress mobilisiert, die Belastungsreaktion kann jedoch nicht erfolgen und die innere Erregung führt bei Fortdauer zu einer psychische n Überlastung sreaktion. Es kommt sowohl im seelischen, als auch im körperlichen Bereich zu einer Dauerbereitstellungsreaktion mit den nachfolgend beschriebenen Störungen. Wir finden im kognitiven Bereich Überlastung sreaktionen und im emotionalen Bereich entwickeln sich ebenfalls Überlastung sreaktionen. Bei anhaltender Dauerbelastung folgen auch vegetativ hormonelle und muskuläre Überlastung sreaktionen, die in einem gesonderten Artikel dargestellt werden. 4. Psychische Überlastung: Kognitive Überlastung sreaktionen Kognitive Überlastung sreaktionen auf Dauerbelastung führen zur Störung von Wahrnehmung und Informationsaufnahme. Bei diesen kognitiven Störungen kommt es durch die psychische Überlastung zu einer Veränderung der Reiz- und Informationsverarbeitung mit Auswirkungen auch auf die Wahrnehmungsfähigkeiten. Es zieht eine Folge von Störungen nach sich: Es treten Konzentrationsstörungen auf, gefolgt von Gedächtnisstörungen mit einer deutlichen Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit. Es entwickelt sich ein Teufelskreis mit einer zunehmenden Einengung aller bisher ungestörten Fähigkeiten. Später treten Schlafstörungen in Form von Ein- und Durchschlafstörungen auf. Die Betroffenen leiden auch zum Teil unter Alpträumen. Hieraus folgt eine quälende Tagesmüdigkeit. Manche Betroffenen leiden auch unter Tagträumen, die ihre Aufmerksamkeitsstörung noch verstärken. Hieraus ergeben sich im weiteren Verlauf bei schon manifester Überlastungsreaktion zum Teil eine gewisse Realitätsflucht und Befürchtungen den eigenen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Es folgen Arbeitsunfähigkeitszeiten. Hieraus entwickeln sich eine ganze Reihe von emotionalen Problemen: 5. Psychische Überlastung: Emotionale Überlastung sreaktionen Neben einer tiefgreifenden Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit treten starke Gefühlsschwankungen zutage. Die Betroffenen entwickeln eine ausgeprägte Nervosität, Gereiztheit mit nachfolgender Aggressionsbereitschaft. Dies führt zu Konflikten im engen und weiteren sozialen Umfeld. Hieraus entwickeln sich Angstgefühle und Befürchtungen nicht mehr im Freundes- und Bekanntenkreis akzeptiert zu sein. Zum Teil können sich depressive Verstimmungszustände entwickeln. Wenn sich depressive Reaktionen ausweiten, entwickelt sich streckenweise eine Teilnahmslosigkeit dem Alltagsgeschehen gegenüber (Apathie). Bei Fortbestehen dieser Überlastung sreaktionenentwickeln die Betroffenen zum Schluss Ängste vor körperlichen Erkrankungen wegen einer großen Anzahl an vegetativen Begleitreaktionen. Dieser Prozess stellt eine langsam schleichende Entwicklung dar, die über längere Zeit nur phasenweise in Erscheinung tritt. Erst wenn die Kompensationsmechanismen erschöpft sind, folgt die chronisch anhaltende Überlastung sreaktion als andauernde Störung. 6. Psychische Überlastung: Was hilft bei psychische n Überlastung sreaktionen? An erster Stelle muss dieser Zustand als eine Krankheitsentwicklung erkannt werden. Das ist häufig schwierig, da die Betroffenen lange keinen Arzt aufsuchen und wenn sie zum Hausarzt gehen, von diesem keine anhaltenden körperlichen Befunde festgestellt werden. Die Symptomatik ähnelt der von depressiven Störungen, aber die Intensität und die typischen Krankheitszeichen dieser Erkrankung fehlen, obwohl es auch zu regelrechten depressiven Reaktionen kommen kann. Derartige psychische Überlastung sreaktionen werden von Ärzten und Betroffenen mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnet: Burn-out-Syndrom, chronisches Müdigkeitssyndrom oder Chronic-Fatigue-Syndrom. Diese Gesundheitsstörungen treten vor allem bei sehr engagierten Menschen auf, die ihre psychische Überlastung sreaktion für die eigene Person am wenigsten akzeptieren können. Aus diesem Grund neigen die Betroffenen auch dazu, lange keine Hilfe zu suchen. Auf der anderen Seite gibt es auch aus medizinischer Sicht keine einheitlichen Beurteilungen dieser Gesundheitsstörungen. Es gibt noch keine allgemein anerkannten wissenschaftlichen Kriterien; trotz allem erscheint eine therapeutische Behandlung sinnvoll und erforderlich. An erster Stelle sollte die psychische Überlastung unterbrochen werden. Da es sich schon um einen chronischen Zustand handelt, empfiehlt sich neben einer erforderlichen Lebensumstellung in der Regel auch eine psychotherapeutische und medizinische Beratung. Bei starken und lang dauernden psychische n Überlastung sreaktionen erscheint auch ein stationäres Heilverfahren im Sinne einer psychosomatischen Kurmaßnahme mit multidisziplinärem Behandlungsangebot sinnvoll. Hier wird neben allgemein roborierenden Maßnahmen wie Bäderanwendungen, Massagen und leichtem Ausgleichssport wie Schwimmen und Terraintraining, vor allem die Entspannungsfähigkeit der Betroffenen gefördert. Hierzu erlernen die Betroffenen Entspannungsverfahren wie das Autogene Training oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auch imaginative Verfahren können angewandt werden. Neben diesen klassischen Entspannungsverfahren ist gerade bei psychische n Überlastung sreaktionen der Einsatz einer Atemtherapie äußerst empfehlenswert, da hier nicht nur die psychische Befindlichkeit, sondern auch körperliche Reaktionen in positiver Weise beeinflusst werden. Das Ziel einer verbesserten Tagesstruktur mit genügend Ruhe- und Pausenzeiten zum Abschalten und Umschalten wird durch das Therapiesetting gefördert. Im weiteren werden im Rahmen von psychotherapeutischen Beratungsgesprächen die Selbstwertregulation wieder verbessert. Hierzu erscheint die Teilnahme an Gruppengesprächen mit anderen Betroffenen und die Informationsweitergabe über Stressbewältigung äußerst förderlich und wird von vielen Betroffenen als hilfreich erlebt. Auch imaginative Übungsverfahren (Tagtraumreisen) bieten einen neuen Zugang zum eigenen Erleben. Sie fördern einen gesunden Ausgleich und fördern eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Durch einen ganzheitlichen therapeutischen Ansatz, einschließlich einer gesunden Ernährung, einer verbesserten Freizeitgestaltung und der Förderung persönlicher Ressourcen kommt es in der Regel zu einer deutlichen emotionalen Stabilisierung der Betroffenen. Dies fördert die Fähigkeit zu einer Neuorganisation der betreffenden Lebensbereiche. In diesem Zusammenhang erscheint die Aufklärung von Angehörigen über das Störungsbild äußerst förderlich. Olaf Rüster
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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